Kleingartenpark Rosenthal Nord e.V.

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Verfasst am 01.07.2026 um 11:55 Uhr

Lebendige Debatte über lebendige Gärten: Wahlforum zur Zukunft der Kleingärten in Berlin

Spitzenkandidaten diskutieren bei sommerlicher Hitze über Klimaschutz, soziale Bedeutung und die Sicherung von Kleingärten – insbesondere auf privaten Flächen.

Bei hochsommerlichen Temperaturen fand am vergangenen Samstag im Hotel Melia Berlin in der Friedrichstraße ein Wahlforum zum Thema „Wie weiter mit der Kleingartenentwicklung in Berlin“ statt. Die Hitze machte eindrücklich deutlich, wie wichtig grüne Oasen für das Stadtklima sind, und verlieh der Diskussion eine besondere Aktualität.


Auf dem Podium diskutierten die Spitzenkandidaten der diesjährigen Wahl in Berlin – Kai Wegner (CDU), Steffen Krach (SPD), Elif Eralp (Die Linke), Werner Graf (Bündnis 90/ Die Grünen) und Felix Recke-Friedrich (FDP – Listenkandidat für die Wahl zum Berliner Abgeordnetenhaus und BVV in Charlottenburg) – zentrale Fragen der Stadtentwicklung mit Blick auf den Erhalt und die Zukunft der Berliner Kleingartenanlagen.

Ein wesentlicher Schwerpunkt der Veranstaltung war die Sicherung von Kleingärten auf privaten Flächen. Während Anlagen auf landeseigenen Grundstücken mittlerweile durch das Kleingartenflächensicherungsgesetz geschützt sind, besteht insbesondere für privat bewirtschaftete Flächen weiterhin erheblicher Handlungsbedarf. Im Forum wurden verschiedene Ansätze diskutiert, um hier langfristige Planungssicherheit für die betroffenen Pächterinnen und Pächter zu schaffen.


Vor dem Hintergrund der spürbaren Hitze wurde die Rolle der Kleingärten für das Stadtklima intensiv hervorgehoben. Kai Wegener betonte:
„Wir müssen die Stadt kühlen, es darf nicht nur ums Bauen gehen.“


Damit unterstrich er die Bedeutung von Grünflächen als natürliche Kühlräume in einer wachsenden und sich verdichtenden Metropole.


Auch Werner Graf machte die ökologische Bedeutung deutlich:
Die grünen Flächen leisten einen unverzichtbaren Beitrag für das Berliner Klima und müssen entsprechend geschützt und weiterentwickelt werden.


Neben den ökologischen Aspekten stand auch die soziale Funktion der Kleingartenanlagen im Mittelpunkt. 

Elif Eralp hob hervor: Das Ehrenamt sei eine tragende Säule des Kleingartenwesens und verdiene mehr Anerkennung und Unterstützung.
Kleingärten seien nicht nur Orte der Erholung, sondern auch wichtige Räume für Nachbarschaft, Integration und gemeinschaftliches Engagement.


Die Veranstaltung war geprägt von einer lebendigen und engagierten Diskussion, die die Vielfalt der Perspektiven widerspiegelte.
Befragt nach neuen Dauerwohnrechten in Kleingärten sagte Steffen Krach unter Beifall, dass man dann ganz schnell bei einer Entwicklung zu Bauland sei und dies wäre ganz und gar nicht im Sinne der Kleingärtnerinnen und Kleingärtner und der Stadt.


Es wurde deutlich, dass genau diese Offenheit und Beteiligung auch das Kleingartenwesen auszeichnet: lebendig, gemeinschaftlich und getragen vom Engagement vieler Menschen.


Das Wahlforum zeigte damit nicht nur den politischen Handlungsbedarf, sondern spiegelte zugleich die Stärke des Berliner Kleingartenwesens wider – als Ort des Austauschs, der Mitgestaltung und des gelebten Miteinanders.


„Die aktuelle Hitzesituation hat eindrucksvoll gezeigt, wie wichtig grüne Oasen in der Stadt sind“, so der Veranstalter. „Kleingärten leisten hier einen unverzichtbaren Beitrag – ökologisch wie sozial. Umso wichtiger ist es, ihre Zukunft langfristig zu sichern.“

Fotos: Landesverband Berlin der Gartenfreunde e.V. - Philipp von Recklinghausen